Salonfähiger Rassismus des T. Sarrazin in der SPD

Deutliche Worte für das rassistische Geblubber des SPD-Bundesbänkers T. Sarrazin fand am Freitag bei einer Pressekonferenz in Berlin der Generalsekretär des Zentralrats der Juden, Stephan Kramer:

„Ich habe den Eindruck, dass Sarrazin mit seinem Gedankengut Göring, Goebbels und Hitler große Ehre erweist“,… Er stehe in geistiger Reihe mit den Herren. (heute.de)

Sarrazin hatte in einem Gespräch mit Lettre International neben der „Unterschicht“ vor allem Türken und Araber in Berlin angegriffen:

Berlin sei insgesamt belastet durch zwei Faktoren: „der 68er-Tradition und dem Westberliner Schlampfaktor. Es gibt auch das Problem, dass vierzig Prozent aller Geburten in der Unterschicht stattfinden“.
[…]
„Ich muss niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung seiner Kinder nicht vernünftig sorgt und ständig neue kleine Kopftuchmädchen produziert. Das gilt für 70 Prozent der türkischen und 90 Prozent der arabischen Bevölkerung in Berlin.“
[…]
„Eine große Zahl an Arabern und Türken in dieser Stadt (…) hat keine produktive Funktion, außer für den Obst- und Gemüsehandel, und es wird sich vermutlich auch keine Perspektive entwickeln. Das gilt auch für einen Teil der deutschen Unterschicht.“ (zeit.de)

„Die Türken erobern Deutschland genauso, wie die Kosovaren das Kosovo erobert haben: durch eine höhere Geburtenrate.“ (zeit.de)

Erstaunlich, daß so einer sieben Jahre lang Politik als SPD-Finanzsenator in Berlin machen kann und keinem fällt auf, wes Geistes Kind dieser Mensch ist (oder hab‘ ich was verpaßt?). Hatte er sich nur verstellt, zeigt er jetzt sein wahres Gesicht, leidet er unter einer Persönlichkeitsspaltung, oder ist dieser Rassismus in der Berliner SPD, sozusagen in der Mitte der Gesellschaft salonfähig???

„Originalton aus den 30er Jahren“ (tagesspiegel.de)

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3 Antworten to “Salonfähiger Rassismus des T. Sarrazin in der SPD”

  1. Berlins SPD rechnet mit Sarrazin ab
    „[…]
    Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit sagte auf dem Landesparteitag, ohne Sarrazin beim Namen zu nennen, es gehöre zur SPD-Parteimitgliedschaft, „Menschen, die von woanders herkommen, nicht zu diffamieren“. Am Rande des Parteitags machte Wowereit deutlich, dass er Sarrazin entlassen hätte, wäre er noch Senatsmitglied gewesen.
    In einem Beitrag für diese Zeitung wirft der Grünen-Bundesvorsitzende Cem Özdemir Sarrazin Sozialdarwinismus vor: „In seinem sozialdarwinistischen Weltbild dominiert die archaische Stammeskultur. Sarrazin definiert Menschen nach ihrer ethnischen Herkunft und Religion.“ Der Zentralrat der Muslime empfiehlt Sarrazin einen Integrationskurs: „Interkulturelle Kompetenz ist auch für seinen Job eine Schlüsselkompetenz. Ein Integrationskurs würde ihm gut zu Gesicht stehen“, sagte Zentralrats-Generalsekretär Aiman Mazyek dem Tagesspiegel am Sonntag. Mazyek äußerte die Vermutung, dass „Herr Sarrazin versucht, mit seinen Ausfällen davon abzulenken, dass es seine Bankenbranche war, die die Welt in eine Finanzkrise gestürzt hat. Wenn unsere Führungsschicht so aussieht, dann gute Nacht, Deutschland“. Berlins Beauftragter für Integration und Migration, Günter Piening, forderte Sarrazin zum Rücktritt auf.
    […]“
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/Landespolitik-Thilo-Sarrazin-Berliner-SPD;art124,2920576

  2. „Der eindeutig lesenswerteste Artikel über Thilo Sarrazin“ in den Augen der Anti-Nazi-Koordinantion Frankfurt http://is.gd/4oaSD- ist auf dem Internetportal Hagalil zu finden:

    Sarrazins willige Vollstrecker
    Ein Streifzug durch die Leserkommentare im Netz – ein Lehrstück über Meinungsfreiheit…

    http://www.hagalil.com/archiv/2009/10/12/sarrazin/

  3. Sarrazin hat nichts begriffen!
    Von Peter Lange, Deutschlandradio Kultur

    Von dem Schweizer Schriftsteller Max Frisch stammt der Satz: Man hat Arbeitskräfte gerufen, und es kamen Menschen. In der für ihn typischen schlichten, aber prägnanten Weise beschrieb er vor Jahrzehnten das Problem jener Menschen, die fatalerweise Gastarbeiter genannt wurden. Am Anfang stand die verweigerte Integration, die in die Lebenslüge mündete, die Bundesrepublik sei kein Einwanderungsland.
    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/themenderwoche/1052255/

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