Henryk M. Broder will Präsident werden und Holocaustleugnung als Straftatbestand abschaffen

Hmmmmmmm, was macht ein geschwätziger Egomane wie Broder, wenn es ihm offenbar zu ruhig um seine Person geworden ist, richtig, er schmeißt seinen Hut einen Ring und will ein Präsident werden. Präsident klingt gut, vorher allerdings den VorgängerInnen unbedingt Größenwahn, Erbärmlichkeit und Unfähigkeit vorwerfen und sie lächerlich machen, das hebt die eigene Bedeutung ungemein. Ach ja, und was will Broder als Präsident so machen? Eines der ihm offenbar wichtigsten Anliegen ist es, den Straftatbestand der Holocaustleugnung abzuschaffen. Jetzt muß nur noch gelüftet werden, für welches Präsidentenamt Broder kandidieren will, nachzulesen im Tagesspiegel: „Warum ich für das Amt des Präsidenten des Zentralrates der Juden kandidiere….

Update 22.10.2009
Was meinen denn andere so zum präsidialen Traum des Herrn Broder und seinen Forderungen?

Im Tagesspiegel sind einige Reaktionen nachzulesen:
Michel Friedman: „Die jüdische Gemeinschaft freut sich über jeden, der sich ehrenamtlich einbringt. Jeder hat auch das Recht, die anderen zu kritisieren. Aber wenn die Kritik zur persönlichen Diffamierung wird, wie Broder es tut, wenn er Charlotte Knobloch und Stephan Kramer angreift, dann schreibt sich der Betreffende selbst ein schlechtes Zeugnis. Ich erwarte nun aber auch, dass Henryk Broder es ernst meint mit seiner Ankündigung und den Zentralrat nicht zum Zweck der Selbstvermarktung missbraucht.“

Schriftsteller Rafael Seligmann: „Wir haben Meinungsfreiheit in Deutschland, jeder kann für alles kandidieren. Wir brauchen auch Hofnarren. Als solcher gebärdet sich Herr Broder mit seiner Ankündigung, für das Präsidentenamt beim Zentralrat der Juden zu kandidieren. Denn die Hauptaufgabe dieses Gremiums ist es, sich um die Belange der Juden in Deutschland zu kümmern. So hat man in den vergangenen Jahren 100.000 Einwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion integriert, Charlotte Knobloch hat mit ihrer Gemeinde in München ein neues Gemeindezentrum im Herzen der Stadt gebaut. Auf so etwas kommt es an.“

Erziehungswissenschaftler und Publizist Micha Brumlik: „Henryk M. Broder ist für den Zentralrat das, was Gabriele Pauli für die CSU war.“

Die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Berlin, Lala Süsskind: „Das ist eine spannende Sache. Broder ist ein sehr angenehmer Gesprächspartner, er ist klug und unterhaltsam. Ich würde ihn sogar selbst ins Direktorium des Zentralrats wählen, weil er die Diskussion sicherlich beleben würde. Ich glaube aber nicht, dass er eine Chance hat, ins Präsidentenamt gewählt zu werden. Für dieses Amt ist doch mehr Ernsthaftigkeit gefragt. Außerdem hat er keine Lobby im Zentralrat.“

Aiman Mazyek, Generalsekretär Zentralrat der Muslime: „Broder ist immer für eine Überraschung gut. Vergangenes Jahr soll er sogar zum Islam konvertiert sein, haben wir gehört. Damals kommentierte Broder das so: „Ich gehöre nun zu 1,3 Milliarden Muslimen in aller Welt, die chronisch zum Beleidigtsein und unvorhersehbaren Reaktionen neigen“. Deshalb lade ich Herrn Broder ein, auch bei uns zu kandidieren. Bei uns müsste er vorher nicht mal Mitglied in einer Moschee oder einem Dachverband sein. Er müsste nicht mal Muslim sein.“ (Tsp)

Lesenswert auch der Kommentar im Blog der Anti-Nazi-Koordination Frankfurt: „Ich werde mich dafür einsetzen, dass Holocaustleugnung als Straftatbestand aufgehoben wird…“
Das sagt nicht ein Funktionsträger der NPD, das sagt nicht Martin Hohmann – nein, das sagt der soeben selbst ernannte Kandidat (meine Kippa liegt im Ring…) um das Amt des Zentralrats der Juden, Henryk M. Broder im Berliner Tagesspiegel. Und er fährt fort: „Es bringt auch nichts, „Wehret den Anfängen!“ zu schreien, wenn eine Handvoll Neonazis durch Möllenhagen in Mecklenburg-Vorpommern marschiert„. Toll.
Politisch dürften sich solche Äußerungen in Wahrheit gegen die ersten zaghaften Ansätze innerhalb des Zentralrats richten, sich mit den unterschiedlichen Vertretungen deutscher Muslime an einen Tisch zu setzen und in Fragen des Kampfs gegen Antisemitismus und antiislamischen Rassismus gemeinsam aufzutreten. Broder pflegt seit Jahren eine Distanz zu Linken und Muslimen gleichermaßen, die man durchaus auch als Hass bezeichnen könnte. Mit seiner Äußerung ruft er de facto die gesamte Rechte und die IslamhasserInnen als Beistände seiner Kandidatur auf. Horst Mahler im Knast und Ahamdinedschad in Teheran lachen sich ins Fäustchen – jetzt haben sie aber wirklich einen unverdächtigen Zeugen für ihre Forderungen …

UPDATE 31.10.2009
tagesspiegel.de „Broder verzichtet auf eine Kandidatur für den Vorsitz des Zentralrats der Juden. „Ich mache es nicht. Ich bin weder größenwahnsinnig noch vergnügungssüchtig“, begründet er seinen Rückzieher.“ … LOL

Auch lesenswert:
Broder nun doch nicht größenwahnsinnig?“ in Duckhome

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