Datenschutz und Facebook

Facebook hat mal wieder was beim Datenschutz verändert und macht ehemals private Inhalte für alle im Netz verfügbar (bei der entsprechenden Einstellung). Natürlich wurde mit der nun vorgenommenen Veränderung die schlechtere, neue öffentliche Variante automatisch voreingestellt, gaaaanz toll…

„Datenschützer und Bürgerrechtler kritisieren die Datenschutzreform beim weltgrößten sozialen Netzwerk Facebook. […]
Die 350 Millionen Mitglieder von Facebook haben nun die Wahl, die eigenen Statusmeldungen, Fotos und Videos allen Internetnutzern zugänglich zu machen oder die bisherigen Einstellungen zu behalten, sodass nur Freunde innerhalb des Netzwerkes Zugang dazu haben. Für Kritik sorgt dabei, dass Facebook die erste Variante voreingestellt hat. Unaufmerksame Nutzer machen ihre privaten Daten so frei verfügbar. Statuseinträge und Kommentare könnten dann beispielsweise per Suchmaschine gefunden werden.
Kritisiert wird auch die Voreinstellung, dass eigene Fotos und Videos sowie politische und religiöse Ansichten von Freunden von Freunden gesehen werden können, also Mitglieder, die der Nutzer in der Regel nicht kennt. Die Privatsphäre-Einstellungen können zwar jederzeit geändert werden, aber vielen dürfte nicht bewusst sein, dass sie ihre Daten freigegeben haben. Zudem scheint es viele Nutzer nicht einmal zu interessieren. Laut Techcrunch haben bei den vergangenen Umstellungen 80 Prozent der Facebook-Mitglieder nicht auf Hinweise zum Aktualisieren der eigenen Einstellungen reagiert.“
BIG SCREEN

netzwertig.com: „Facebook testet seine Grenzen aus“

Das ehemalige Nachrichtenmagazin berichtet in SpOn im Netzwelt-Ticker, „US-Datenschützer legen Beschwerde gegen Facebook ein„:

„Vor allem die Preisgabe der Daten an Drittanbieter erscheint den Organisationen als Katastrophe. Ihnen zufolge können sich Nutzer eigentlich nur wehren, indem sie jeder einzelnen der Zehntausenden Facebook-Apps einzeln und manuell den Zugriff auf die Nutzerdaten verbieten. Allein: Selbst diese Fleißarbeit schü…tze den Nutzer nicht vor dem Datenhunger der Drittanbieter. Entwickler im kostenpflichtigen „Preferred Developer Program“ erhalten Zugriff auf E-Mail-Adressen und persönliche Daten, die der Nutzer bei der Anmeldung zu Facebook einst angab…“

Noch habe ich meinen relativ jungen Account dort, mal sehen, wie lange noch…

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